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Der Luftsportverein Erbach e.V.verfügt über
acht Flugzeuge der verschiedensten Art. Eine kleine Auflistung zeigt die
einzelnen Leistungen der Geräte.
Segelflugzeuge
Zur Schulung der angehenden Privatflugzeugführer werden im LSV
Erbach zwei Schulungssegelflugzeuge verwendet: die doppelsitzige ASK21 und der ebenfalls doppelsitzige Duo-Discus.
Der Inhaber einer gültigen Privatpilotenlizenz (der Weg dorthin
ist im Abschnitt Ausbildung beschrieben) darf
auch die modernen Hochleistungsflugzeuge des LSV Erbach benutzen. Zu diesen
zählen zwei Discen, ein Duo-Discus und seit Mitte 1997 auch ein Ventus
2c.
Der Discus (Standardklasse)
Der Discus ist ein einsitziges Hochleistungsflugzeug mit 15m Spannweite,
das vornehmlich zum Streckensegelflug benutzt wird. Auch einzelne Kunstflugfiguren
wie Loop, Turn und Lazy Eight sind mit diesem Kunststoffflugzeug möglich.
Seine herausragende Rolle unter den Segelflugzeugen in der Standardklasse
beweist der Discus mit besten Platzierungen bei jeder Meisterschaft. Seine
beste Gleitzahl von 42 erreicht er bei einer Geschwindigkeit von ca. 110
km/h, kann jedoch wie die weiteren Segler bis 250 km/h betrieben werden.
Bei starker Thermik kann er durch Wasserballast (max. 184 l) schwerer gemacht
werden, um eine höhere Flächenbelastung zu erzielen. Somit kann
beim Streckenflug die Distanz zwischen den Aufwinden schneller zurückgelegt
werden. Ein Discus des LSV Erbach ist außerdem mit einem satellitengestützdem
Navigationssystem (GPS = global positioning system) ausgestattet, das die
Position des Flugzeuges während des Fluges auf Meter genau bestimmt.
Vereinsintern werden die beiden Disken, wie oben bereits erwähnt,
in der Hauptsache zum Steckensegelflug nicht selten über Distanzen
von 300 bis 500 km erfolgreich eingesetzt.
Der Duo-Discus (Doppelsitzerklasse)
Der Duo-Discus ist, wie sein Name schon vermuten lässt, die doppelsitzige
Version des Discus und wird wie dieser in Kirchheim/Teck bei der Firma
Schempp-Hirth hergestellt. Seine Flugleistungen sind mit denen des Discus
vergleichbar. Der Gleitwinkel des Duo-Discus ist allerdings aufgrund der
größeren Spannweite (20m) und des höheren Gewichts etwas
besser als der seines einsitzigen Pendants. Auch dieses Flugzeug ist bei
Wettbewerben in der Doppelsitzerklasse immer vorn dabei. Den Beweis dafür
lieferte unser Vereinsmitglied Carlo Schwer und Günther Unseld mit
ihrem Sieg beim Oberschwäbischen Segelflugwettbewerb 1996 auf Duo-Discus.
Die ASK21 (Doppelsitzerklasse)
Seit 1. Mai 2004 fliegt der Standard-Schuldoppelsitzer ASK21 bei uns. Die
ASK21 löst den Bergfalken ab, welcher nun nach 40 Jahren doch nicht mehr ganz
dem Stand der Technik entspricht. Die ASK21 ist voll kunstflugtauglich. Der Ventus 2c (18m-Klasse)
Im Sommer 1997 wurde ein Ventus 2c angeschafft, ein Flugzeug mit 18m
Spannweite, veränderbarem Profil und einer Topinstrumentierung. Sein
Flügel lässt sich anders als bei Discus oder Duo auf den jeweiligen
Geschwindigkeitsbereich (70-250 km/h) einstellen. Daraus ergeben sich große
aerodynamische Vorteile, was zu einem deutlichen Leistungssprung führt
(Gleitzahl 1:53).
Näheres zum Prinzip des motorlosen Fluges und den Flugzeugklassen
beim Segelflug.
Motorsegler
Der Luftsportverein Erbach hat in seinem Flugzeugpark zwei Motorsegler.
Der Scheibefalke
Der Scheibe SF 25 C "Falke", von den Piloten auch liebevoll "Rattel" genannt,
steht sowohl Flugschülern, die den PPL/B (Ausbildung)
erwerben wollen, als auch Scheinpiloten zur Verfügung. Der Falke hat einen 100 PS starken Vierzylinder Viertaktmotor, der es dem Motorseglerpiloten
erlaubt, sich mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 130 - 170 km/h fortzubewegen.
Der Rumpf besteht aus einem Stahlrohrgerüst, das mit Stoff bespannt
ist. Obwohl der Flugzeugbau zu den Pionieren in der Verwendung von Kunststoffen
beim Leichtbau gehört und diese schon seit längerem Einzug in
den Bau von Segelflugzeugen und Motorseglern gehalten haben, ist der Falke
keineswegs veraltet. Er stellt eine preisgünstige Möglichkeit
dar, seinen Motorseglerschein zu machen und ist bei allen Piloten wegen
seines gutmütigen Flugverhaltens beliebt. Mit diesem Motorseglertyp
unternehmen Vereinspiloten auch Ausflüge bis nach Norditalien und
in die Alpen.

Seit August 2005 ist unser Motorsegler ein neuer ROTAX-Falke mit Constant-Speed-Propeller,
der nun auch für den Schlepp von Segelflugzeugen zugelassen ist. Hierdurch
besitzt man eine sehr preisgünstige (und leise) Möglichkeit,
ein Segelflugzeug in die Luft zu bekommen.
Der Falke wurde mit einem GARMIN 430-Kommunikations- und Navigationssystem
ausgerüstet, um "kompatibel" zur Elektronik in unserer Regent zu sein.
Die Dimona
Der zweite Motorsegler des LSV ist eine HK36 "Super-Dimona" des österreichischen
Flugzeugherstellers Diamond Aircraft. Im Gegensatz zum Falken ist die Dimona
völlig aus Kunststoffen hergestellt und besitzt sehr gute Reiseleistungen.
Der Motor ist, wie beim Falken, ein 80 PS Vierzylinder mit Constant-Speed-Propeller.
Zur Ausstattung der Dimona zählen neben der Grundinstrumentierung
ein VOR (= VHF Omnidirectional Radiobeacon) zur Funknavigation und ein
GPS zur Satellitennavigation. Diese Maschine ist das beliebteste Reiseflugzeug
im Verein, mit dem regelmäßig Auslandsflüge (z.B. ans Nord-Kap
oder nach Gibraltar) durchgeführt werden. Dies ist aufgrund des günstigen
Tragflächenprofils, das eine Reisegeschwindigkeit von etwa 150 - 170
km/h zulässt und des leistungsfähigen Rotax Motors ohne Probleme
möglich.
Motormaschine
Die Regent
Zum Reiseflug und zum Schleppen von Segelflugzeugen besitzt der LSV Erbach
eine Robin Regent mit einem 180 PS Lycoming Triebwerk. Da dieses Flugzeug
in Gemischtbauweise hergestellt ist, lassen sich damit viel bessere Steigraten
als mit Metallflugzeugen, z.B. einer Cessna, erzielen. Deswegen eignet
sich die Regent vorzüglich für den F-Schlepp, d.h. den Schlepp
von Segelflugzeugen mittels eines motorgetriebenen Flugzeuges. Mit einer
Reisegeschwindigkeit von ca. 220 km/h und einer Höchstflugdauer von
4 Stunden lassen sich auch grosse Strecken in kurzer Zeit zurücklegen.
Ultraleicht
FASCINATION
Im Moment ändert sich die Philosophie des UL-Fliegens. Anstelle
der seitherigen "Flatter"-Flieger tauchen immer modernere und auch schnellere
Typen auf den Flugplätzen auf. So hat sich auch der Luftsportverein
Erbach entschlossen, mit der Zeit zu gehen und eines der modernsten UL-Flugzeuge
anzuschaffen, die auf dem Markt zu finden sind. Die Fascination von Dallach
Flugzeugbau ist eines der modernsten und schnellsten Ultraleichtflugzeuge
auf dem Weltmarkt. Wir haben diese Maschine seit Dezember 2000 auf unserem
Platz. (Hier ist die Adresse von Dallach Flugzeugbau: http://www.dallach.de)
Der blaue Engel
Die motorgetriebenen Luftfahrzeuge des Luftsportvereins Erbach erfüllen
alle erhöhte Lärmschutzanforderungen, wofür sie den blauen
Umweltengel auf dem Seitenleitwerk tragen. Moderne Motoren sowie aufwendige
Schalldämpfer- und Propellersysteme ermöglichen es, den Lärm
aufs mögliche Minimum zu reduzieren.Zudem fallen bei den modernen
Flugmotoren nur Abgase aus sehr sauberer Verbrennung an. Die sehr gute
Aerodynamik lässt das Flugzeug dem Auto in Sachen Wirtschaftlichkeit
in nichts nachstehen. Oder kennen Sie ein Auto, das bei 220 km/h, vier
Personen mit Gepäck an Bord, lediglich 30 l Benzin pro Stunde verbraucht.
Außerdem bewegt sich ein Flugzeug immer auf dem gradlinigen Weg zum
Ziel.
Seit 1996 fliegen alle Erbacher Flugzeuge nur noch mit bleifreiem Benzin,
was nur mit modernen Flugmotoren möglich ist. Dies zeigt, dass der
LSV Erbach mit seinen stetigen Neuanschaffungen einen umweltfreundlichen
Kurs einhält, welcher sowohl Piloten wie auch den Flugplatzanwohnern
Vorteile verschafft.
Flugbenzinsteuer
Im Gegensatz zur landläufigen Meinung zahlen die "Privatpiloten"
schon seit mehr als 10 Jahren eine Flugbenzinsteuer, wodurch der Liter
Flugbenzin mittlerweile mehr als 1,65 € (!) kostet. Bei den mit Autobenzin
betriebenen Maschinen wird selbstverständlich der ganz normale Tankstellenpreis
(inklusive Mineralölsteuer) bezahlt . Im Gegensatz hierzu zahlt die
gewerbliche (bzw. berufliche) Luftfahrt KEINE Flugbenzinsteuer. Wenn also ein
"Privatmann" wie Du und Ich einen "privaten" Flug nach Mallorca in den Urlaub unternimmt und hierfür
sehr große Maschinen (auf sehr großen Flughäfen) verwendet, so
ist für diesen Flug keine Steuer fällig. Macht der gleiche Passagier
aber einen Flug mit unseren Maschinen....... (Hier sollte man im Interesse der Gleichberechtigung mal eine Demo
machen: "Wir fordern Flugbenzinsteuer für alle".....)
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